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Daniel Freitag – Still

An einem Freitag den 13. sind wir über das Debütalbum von DANIEL FREITAG gestolpert. Wir wollten euch natürlich schon am Freitag darüber berichten, dann haben wir uns aber in ‚Still‘ verloren und verliebt. Doch wie konnte es so weit kommen. Der Reihe nach.

Die Geschichte des Daniel Freitag liest sich wie ein Drehbuch. Von der Ostwestfälischen Provinz ging es mit eigener Band nach Berlin, danach ging er als Komponist in die Theater der Welt und wieder Back to the roots als Songwriter und Produzent. Denn Daniel war schon immer verrückt nach Musik. In der Schulzeit richtete er sich im heimischen Keller sein erstes Studio ein, erlernte sich jedes Instrument, was er in die Finger bekam und fing somit an seinen eigenen Sound zu kreieren. Zudem besuchte er auch noch die Uni und studierte Musikwissenschaft. Durch Zufall fand er dann seinen Weg zur Berliner Schaubühne, wo er die Musik für diverse Produktionen schrieb und damit auch andere Theaterbühnen auf der Welt besuchte.

In diesem Zeitraum entstand auch sein Debütalbum, ganze 3 Jahre hat Daniel an ‚Still‘ gearbeitet. Diese Zeit kann man durchaus hören. Es ist ein Album der Details geworden. Es ist die erste Platte eines Musikgenies. Diese Detailversessenheit ist schon vergleichbar mit Konstantin Gropper aka Get Well Soon. Die Platte steckt nicht nur voller Details, sondern auch voller Überraschungen. Daniel lässt sich nicht in eine Richtung drängen, hier ein jazziges Gitarren-Solo, da ein kuschliger Pop-Chorus und da noch ein Westcoast-Hiphop-Instrumental. Das steckt alles in dem Album und auch hinter dem Titel.

Still: ein Standbild, ein Zustand, aber vor allem ein „trotzdem“. Einen Schritt weitergehen, auch wenn man schon am Abgrund steht. Und zwar mit einem Lächeln auf den Lippen. Ein Album über das Loslassen. Toller Satz. Den möchten wir mal so stehen lassen.

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